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Wir haben uns nie normal gefühlt

Gepost door Lyndsey On 10/04/2009
Die Pop-Zwillinge von Tokio Hotel, sprechen in der MOPO am Sonntag über das Leben in der Provinz, das Geheimnis ihres Erfolges und Mädchen an
Eine "Diamantene Schallplatte" aus Frankreich, ein Newcomer-Preis bei den MTV Video Music Awards in Los Angeles, gleich vier Auszeichnungen bei den MTV Latin Music Awards in Mexiko. Die Erfolgsgeschichte von Tokio Hotel in den vergangenen zwei Jahren ist für eine deutsche Band beispiellos. Am 2. Oktober erscheint nun Tokio Hotels drittes Album "Humanoid" (siehe Kasten). Die MOPO am Sonntag sprach mit den eineiigen Zwillingen Tom (Gitarre, 20) und Bill Kaulitz (Gesang, 20).

MOPO am Sonntag: Androgynen Popstars sagt man gemeinhin nach, dass sie von jungen Mädchen deshalb so gemocht werden, weil sie ungefährlich für sie sind. Sind Sie ungefährlich, Bill?

Bill Kaulitz: Ich weiß nicht, aber gut möglich. Man sagt aber andererseits auch, dass Frauen auf Arschlöcher stehen. Und ich stelle ja bei meinem Bruder immer wieder fest, dass das auch funktioniert. (grinst)

MOPO am Sonntag: Sehen Sie sich selbst eher als asexuelles Wesen auf der Bühne? Oder als animalistisch performenden Frontmann?

Bill Kaulitz: Ich selber denke in dem Moment gar nicht drüber nach. Ich bin dann so in meinem Film. Das sehen wohl eher andere Leute so. Weil es von mir ja auch keine amourösen Geschichten in der Presse gibt, einfach weil es sie auch in der ganzen Zeit nicht gab. Ich hatte die ganze Jahre keine Freundin. Ich hatte keine sexuelle Beziehung zu irgendjemand. Deshalb empfinden die Leute das vielleicht so.

MOPO am Sonntag: In den Medien wurden Sie optisch schon mit Michael Jackson, Victoria Beckham und Boy George verglichen. Welcher Vergleich ist der Schlimmste?

Bill Kaulitz: Das Mieseste ist auf jeden Fall Victoria Beckham! Obwohl ich sie an sich nicht mies finde. Aber den Vergleich kann ich null nachvollziehen. Michael Jackson und Boy George schon eher. Weil sie auch geschminkt waren. Aber ich glaube, das sind auch die einzigen Parallelen. Viele sprechen mich darauf an, dass es in den Achtzigern ja viele Rockbands und richtige Männer gab, die noch zehn Jahre älter waren als ich jetzt, toupierte Haare hatten und geschminkt waren. Von daher habe ich das ja nicht erfunden.

MOPO am Sonntag: Haben Sie Ihrer Mutter öfter zugeguckt, wenn sie vorm Spiegel stand? Oder woher kommt das?

Bill Kaulitz: Ne, gar nicht. Meine Mama ist eigentlich immer ungeschminkt. Das kommt aus mir selber. Ich hatte früher und habe auch immer noch eine totale Begeisterung für Vampire.

MOPO am Sonntag: Wie viel Anteil haben denn Ihre Haare an Tokio Hotels Erfolg?

Bill Kaulitz: Ich glaube, einen großen Anteil. Es hängt alles zusammen: Outfit, Styling, die Persönlichkeit und die Musik. Wenn wir die Musik machen würden ohne das Styling, wäre das doch sonderbar.

Tom Kaulitz: Es gehört aber auch nur zusammen, wenn's denn auch wirklich echt ist. Es gibt ja so unglaublich viele Künstler, und davon bin ich überhaupt kein Fan, die sich dann nur für die Bühne komplett verkleiden. Und das überhaupt nicht transportieren. Man merkt das auch immer. Man fühlt das, dass es alles irgendwie unecht ist.

Bill Kaulitz: Tom und ich sind ja so schon zur Schule gegangen.

Tom Kaulitz: Genau, wir waren ja immer so. So, wie wir auf der Bühne stehen, rennen wir auch sonst rum. Ich hätte fast schon gesagt, wir rennen so auch privat rum, aber Privatleben gibt es bei uns ja nicht mehr, deshalb kann man es gar nicht mehr messen. Aber früher war es so.

MOPO am Sonntag: Wann haben Sie zuletzt die Freiheit des Unerkanntbleibens genossen?

Bill Kaulitz: Als wir Anfang 2008 das erste Mal in Amerika waren und einfach vor die Tür gegangen sind. Ohne Bodyguard auf der Straße rumzulaufen, das war schon cool. Aber gleichzeitig sagt man sich dann wieder: "Irgendwie will ich, dass die Leute auch hier die Musik und die Band kennen und uns erkennen." Man ist da immer so ein bisschen hin- und hergerissen.

MOPO am Sonntag: Führen Sie also ein humanoides, also nur menschenähnliches Leben?

Bill Kaulitz: Das ist schon unser Lebensgefühl, seitdem wir ganz jung waren. Natürlich wird das durch das Leben, das wir jetzt führen, noch bestärkt. Denn es ist ja nicht gewöhnlich. Dessen sind wir uns ja auch bewusst. Und das kriegt man ja auch immer wieder zu spüren.

Tom Kaulitz: Wir sind in der tiefsten Provinz aufgewachsen. Wir haben uns nie richtig normal gefühlt, immer maximal menschenähnlich. Es gibt auch heute bei uns nur ganz wenige Orte, wo man sich überhaupt vertraut fühlt und entspannen kann. Weil es eben auch nur noch ganz wenige Momente gibt, wo es möglich ist, runterzukommen. Eigentlich stellt sich das Gefühl des Vertrautseins für uns nur noch zu Hause ein. Da sind wir vielleicht 20 Tage im Jahr. Und ansonsten fühlt man sich überall, wo man hinkommt, eher so ein bisschen fremd. In gewissen Situationen weiß man oft gar nicht so richtig, was man da eigentlich verloren hat.

MOPO am Sonntag: Und dass das Leben im Käfig ähnlich krasse Auswirkungen auf Sie haben könnte wie bei anderen Stars, befürchten Sie nicht?

Bill Kaulitz: Wenn ich bei Künstlern mitkriege, dass sie tablettenabhängig sind oder Depressionen haben, kann ich das vermutlich eher nachvollziehen, als es Außenstehende können, die nicht in so einem Leben stecken. Aber ich bin einfach wahnsinnig froh, dass ich Tom habe, dass wir uns gegenseitig stützen können. So ist immer ein Familienmitglied mit dabei. Und als Band sind wir jetzt seit fast zehn Jahren zusammen und kennen uns richtig gut. Für eine Britney Spears oder all die anderen Solokünstler ist das sicherlich noch mal um einiges härter.

MOPO am Sonntag: Wie groß sind denn die Chancen, dass Sie Ihre Traumfrau im Supermarkt treffen?

Bill Kaulitz: Man hofft natürlich. Ich sage immer: Eigentlich ist das ja der einzige Grund, warum man morgens aufsteht! Man will ja geliebt werden! Und man will seine Liebe finden, weil sonst macht ja alles keinen Sinn. Wir haben unsere Familien und Freunde, die immer wichtiger werden. Aber natürlich hoffe ich, dass die Liebe passiert. Obwohl ich im gleichen Moment weiß, das es das Unrealistischste ist, was gerade in meinem Leben geschehen könnte. Die vergangenen fünf Jahre, seitdem das mit Tokio Hotel losging, hatte ich ja keinerlei Beziehungen, da war gar nichts in irgendeiner Richtung. Aber ich hoffe auf den großen Zufall.

MOPO am Sonntag: Haben Sie keine Kontakte zu Hollywoodschönheiten knüpfen können, wo Sie doch schon in Los Angeles aufgenommen haben?

Tom Kaulitz: Ehrlich gesagt, an Telefonnummern mangelt es nicht. Ich habe so viele im Handy, so viele Frauen könnte ich an einem Tag gar nicht anrufen.

Bill Kaulitz: Das Problem ist aber, dass man sich nie so richtig intensiv kennenlernt. Alles ist superoberflächig. Und es geht auch alles so schnell vorbei. Viele meinen, man hängt bei Veranstaltungen zusammen rum. Aber so ist es letztendlich ja alles gar nicht. Jeder hat seinen eigenen Film, hetzt seinem Zeitplan hinterher. Und wenn die Kameras weg sind, rennt man zu seiner Garderobe zurück und ist für sich. Von daher ist es nie wirklich tiefgründig.

source : mopo.de

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