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Spiegel; ''Die wichtigsten CDs der Woche''

Gepost door Lyndsey On 9/29/2009
Ausgerechnet ein Amerikaner und ein Schwede bringen als Alberta Cross den Ur-Sound Amerikas auf den Punkt, staunt Jan Wigger und lobt den deutschen Pop-Export Tokio Hotel fürs gelungene dritte Album. Andreas Borcholte geht mit Air auf einen Nostalgie-Trip.

Tokio Hotel - "Humanoid"
(Stunner Records/Universal, 2. Oktober)

Da wir den Ausführungen des Philologen Dr. René Reinholz zum Thema Tokio Hotel unbedingten Glauben schenken, ist auch uns klar, dass diese Band vielleicht der beste Spiegel der Befindlichkeit deutscher Jungmännerseelen ist. Ausgeprägte Homophobie, gegen Minderjährige gerichtete Misogynie, das Gefühl der unendlichen Überlegenheit über den musikalischen Geschmack von jüngeren Mädchen, durch verbale Aggression kompensierte Minderwertigkeitsgefühle, Sexualneid und die als Nonkonformismus verbrämte totale Ablehnung kommerziellen Erfolgs - so unappetitlich zusammengerührt sieht es vermutlich im Kopf vieler männlicher Heranwachsender aus, die Tokio Hotel fröhlich in Grund und Boden verdammen. Oder, um ein Bonmot von Sven Regener aus dem Zusammenhang zu reißen: Große Gedanken, kleines Gehirn. Aber auch Checker, Nerds und Eierköpfe glänzen gern mit dem ewig jungen Blödsinn, dass die Musik der Kaulitz-Zwillinge konstruiert und "natürlich nicht ernstzunehmen" sei. Dabei wäre dieses sehr gute dritte Tokio-Hotel-Album als guilty pleasure glatt verschenkt: Cyber-Romantik, androgyne Uneindeutigkeiten und professionell aufgedonnerte Songs, die nur dann lächerlich wirken, wenn man Sehnsüchte unbekannter Herkunft und die Liebe an sich lächerlich findet. Teile von "Kampf der Liebe" wurden wohl aus Carl Orffs "Carmina Burana" geliehen, und "Für immer jetzt" ist nah dran an "Durch den Monsun". Doch die Wucht, der Zauber und das Martyrium des Titelstücks und der Smashing-Pumpkins-Hommage "Geisterfahrer" sind unverfälscht und aufrichtig. Die Leserbriefe mit den üblichen Anfeindungen ("Wieviel Geld gab's von der Plattenfirma?", "Rezensent ab heute endgültig nicht mehr glaubwürdig") bitte an das bekannte Postfach. (7) Jan Wigger

Bron

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